Als Honorarberatung wird eine Beratung in Finanz- und Vermögensfragen bezeichnet, bei welcher der Berater keine Provisionen von Produktanbietern erhält, sondern stattdessen ein vorab vereinbartes Honorar vom Beratungsempfänger.

Finanzdienstleistungen wie Geldanlagen, Kredite, Beteiligungen, Bausparen und Versicherungen sind vielfach komplexe Produkte. Daraus und aus der geringen finanziellen Allgemeinbildung vieler Kunden ergibt sich ein hoher Beratungsbedarf in Unternehmen und privaten Haushalten.

Eine Honorarberatung zeichnet sich meist durch folgende Merkmale aus:

  1. Der Grundsatz der Unabhängigkeit des Beraters (gemäß den Grundsätzen ordnungsmäßigen Finanzberatung) wird in der Weise erfüllt, dass die Leistungserstellung nicht durch Eigeninteressen oder Interessen Dritter beeinträchtigt wird.
  2. Die Leistungen des Beraters bzw. des Beratungsunternehmens werden ausschließlich durch ein – vorab vereinbartes – Honorar vergütet, das der Kunde an den Berater bzw. das Beratungsunternehmen zahlt.
  3. Leistungen Dritter, z. B. Provisionen, sind nicht Teil der Vergütung des Beraters bzw. des Beratungsunternehmens für die Leistungen für seinen Kunden.
  4. Solche Leistungen Dritter werden – kommen sie in den Einflussbereich des Beraters oder Beratungsunternehmen – dem Kunden der Art und Höhe nach ausgewiesen und in geeigneter Weise rückvergütet.
  5. Die Art und Höhe der Honorar erfüllt das Prinzip der Neutralität der Entlohnungshöhe vom Beratungsergebnis